Europastunde mit Stefan Alexander Entel

Am Freitag, dem 3. Mai, wird der Rechtsanwalt, Verleger und begeisterte Europäer Stefan Alexander Entel zu Gast in der Waldschule sein und eine Gesprächsrunde zum Thema Europa leiten. Gerade im Hinblick auf die anstehenden Europawahlen sicher eine informative und spannende Angelegenheit...

Stattfinden wird die Diskussion in der 9./10. Stunde. Diejenigen SekII-SchülerInnen, die sich dafür interessieren, melden sich bitte bei Herrn Wilwertz an.

Ausstellung "We, the six million"

Die Ausstellung “We, the six million” ist eine Wanderaustellung, die von Studierenden der RWTH Aachen ins Leben gerufen wurde und vom 18. März bis zum 29. März bei uns in der Schule ausgestellt wurde. Die Ausstellung wurde vom Projektkurs Geschichte unter der Leitung von Frau Gatzemeier vorbereitet und von den SchülerInnen der Q1 betreut. Sie behandelt die Zeit des Nationalsozialismus in der Städteregion.

Einzelschicksale aus der jüdischen Bevölkerung wurden bei dieser Ausstellung hervorgehoben, aber es wurde auch das gemeinsame jüdische Schicksal beleuchtet. Dazu gehören die Plünderungen und Brandschatzungen von jüdischem Eigentum. Vom Wahnsinn der NS-Zeit gab es auch Geschichten, denn in dieser grausamen Zeit haben sich Nachbarn und sogar alte Freunde verraten. Es gab aber auch wenige, die der jüdischen Bevölkerung halfen, doch sobald so etwas bekannt wurde, waren alle Beteiligten in Lebensgefahr und wurden zumeist hingerichtet. Auch die Pogromnacht vom 9. November 1938 wurde auf einer Stelltafel präsentiert. 

Nicht nur die NS-Zeit wurde beleuchtet, sondern auch Teile der jüdischen Vergangenheit und Geschichte von vor 1938 in der Städteregion. Manche der vorgestellten Personen haben diese schreckliche Zeit überlebt und leben teilweise sogar bis heute.

Auch Gegenstände wie Tagebücher und Reisepässe wurden ausgestellt. Diese sind von Siegfrid Höfflich. Auch ein Gedicht vom Rabbiner Davin Schönberger (1897-1989; Rabbiner in Aachen 1926-1938) lag zum lesen bereit.

Kommentar von Evelyn und Elias (9d):

 

Durch die Ausstellung haben wir einen ganz neuen Eindruck von der Deutschen Geschichte, und insbesondere dieser Zeit, bekommen. Anstatt einer statischen und nüchternen Zahl, haben wir Einzelschicksale aus dieser Zeit gesehen. Diese Ausstellung macht deutlich wie keine andere, was Rassismus, Antisemitismus und Wut bewirken können.

Dennoch zeigt sie auch, dass sich Zeiten ändern können, Frieden und Verständnis am Ende siegen und dass die Geschichten der Toten nicht vergessen sind und, wie kein Bauwerk dies je könnte, als Mahnmal gegen Hass stehen können.

Leistungskurs Geschichte auf Burg Vogelsang

Der Leistungskurs Geschichte der Q2 verbrachte einen Studientag in der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang in der Eifel. In vier Gruppen erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler den Werdegang eines Ordensjunkers und die ideologischen Grundlagen der Ausbildung. In Vogelsang sollte eine Elite der NSDAP ausgebildet werden.

Ein Aufstieg im wahrsten Sinne des Wortes war das steile Gelände mit rund 400 Treppenstufen auch für die Schülerinnen und Schüler. Vogelsang sei als „Ort der Täter“ eine besondere Stätte der Erinnerungskultur, berichtete der begleitende Vogelsang-Guide. Eindrucksvoll schilderte er an einem Beispiel die Karriere eines Absolventen. „Das hätten wir mal vor der Klausur machen sollen“, so der Kommentar einer Schülerin. In Vogelsang wurde Geschichte lebendig. Und das wunderbare Frühlingswetter unterstütze den positiven Verlauf der Exkursion.

Global Snack

Das „Eine-Welt-Haus“ in Aachen hat Anfang März Vertreter*innen von zahlreichen Schülerzeitungen und einige SV-Leute dazu eingeladen, an der Veranstaltung „Global Snack“ teilzunehmen. Bei dieser Veranstaltung sollten wir Schüler*innen uns miteinander vernetzen und uns gemeinsam Wege überlegen, wie wir alle gemeinsam das Klima schützen können. Dabei wurden allerlei Fair Trade-Leckereien aus dem „Eine-Welt-Shop“ zum Probieren bereitgestellt. Da wir als erste da waren, konnten wir sogar etwas vom veganen indischen Curry probieren.Eine Idee war es zum Beispiel, unsere Schule in eine Fair Trade-Schule zu verwandeln. Auch könnte man einen Fair Trade-Kiosk in der Schule eröffnen, oder alternativ mit dem Caterer verhandeln, ob er nicht einige Produkte mit Fair Trade-Produkten auswechseln könnte oder auch gänzlich neu Fair Trade-Produkte im Sortiment aufnimmt. 

Fakt ist aber, jeder von uns muss etwas tun. Wir alle ziehen an einem Strang. Wir haben nur diesen einen Planeten. Wir können hier nicht weg. WIR müssen etwas tun. Gemeinsam. Als Waldschule und mit allen Schulen der Städteregion.

Ideen werden auch schon in einigen Gremien der Schule diskutiert, wie zum Beispiel in der SV und in der Schülerzeitung.

 

Elias Konietzny & Evelyn Buchmiller

Bye bye, Lothar!

Der Dienstag Ende Februar wird uns allen an der Waldschule in Erinnerung bleiben:

An diesem Tag mussten/durften wir unseren Sozialpädagogen  Lothar Horndt verabschieden. Zu seinen Ehren fand daher, zunächst im PZ und später im Lehrerzimmer, eine Verabschiedungsfeier statt.

Den Auftakt machte zunächst die Trommelgruppe von Frau Weber bevor die Schulleiterin Frau Schönwald die erste Rede des Tages hielt. Sie erklärte, dass jede Schule einen Lothar bräuchte und machte deutlich wie sehr "unser Lothar" uns künftig fachlich und menschlich fehlen wird. Dann bot der Musikkurs der EF seinen 'Egyptian Rap' dar - ein besonderes Stück Musik, das man so noch nicht gehört hatte und das den ZuschauerInnen ein zufriedenes Lächeln aufs Gesicht zauberte.

 

Auch der Eschweiler Bürgermeister Rudi Bertram ließ es sich nicht nehmen, ein paar (sehr persönliche) Worte an Lothar zu richten, die erkennen ließen, wie lange und intensiv der gemeinsame Weg mit Lothar gewesen ist. Im Anschluss lockerte die Schulband die emotionale Stimmung ein wenig mit 'Dear Darling' auf, bei dem sie die letzte Strophe mit 'Oh Lothar' einleitete, was für deutliche Erheiterung sorgte.

 

Natürlich war auch die Schulpflegschaft vertreten: Herr Kroyna, der Pflegschaftsvorsitzende richtete liebe Worte an Lothar und überreichte im zudem ein Abschiedsgeschenk.

 

Um auch den Jüngeren einen Einblick in Lothars frühere Jahre an der Schule zu geben, gab es eine Powerpoint-Präsentation, die Schnappschüsse aus der langen Zeit an der Waldschule zeigte. Dies sorgte für so manchen lauten Lacher. Wie doch die Zeit vergeht....

 

Zuletzt sprach Lothar dann zu den Gästen. Er bedankte sich für die vielen Jahre guter Zusammenarbeit, die er (meistens) genossen habe. Seine emotionale Ansprache sorgte bei nicht Wenigen für feuchte Augen, weshalb es dann schon bald mit dem Song 'Heute hier, morgen dort' weiterging, der zu Beginn vom EF-Kurs gesungen wurde, bevor dann nach und nach alle Jahrgänge einstimmten.

 

Weiter ging es im Lehrerzimmer, wo nicht nur Snacks gereicht wurden, sondern ein Speed-Dating veranstaltet wurde: Lothars langjährige Weggefährten und Sozialpädagogik-KollegInnen nahmen Platz und erzählten noch einmal lustige Anekdoten, bedankten sich und wünschten ihm alles Gute. Besonders emotional war das Date mit Yvonne, Melli und Mira, dem Schulsozialarbeiterteam: Sie überreichten Lothar eine Feuerschale, die ihm noch an vielen Abenden im Ruhestand Freude bereiten soll, und sagten ihm 'Einfach Danke'. 

 

Und das möchten wir auch noch einmal sagen: vielen Dank für deine engagierte Arbeit, für deine schier grenzenlose Geduld und für dein stets offenes Ohr! Wir wünschen dir eine tolle Zeit im Ruhestand, in dem du sicherlich noch viel erleben wirst...

 

Alles Gute, liebe Lothar!