Evangelische Religion

Wenn man in Eschweiler evangelische Religion unterrichtet, steht man in der Regel einer sehr kleinen Schülergruppe gegenüber. Aus allen Parallelklassen kommen die evangelischen Kinder zwei Stunden in der Woche im konfessionsgebundenen Unterricht zusammen.

 

Die kleine Anzahl der Schüler innerhalb dieser Kurse macht es möglich, Religion von einer persönlichen Seite zu betrachten. Wie Paul Tillich bereits sagte, ist Religion das, was uns unbedingt angeht. Gerade in der Sekundarstufe I werden die Grundlagen des Glaubens gelegt und gefestigt. Den Kindern Werte für ihren weiteren Lebensweg zu vermitteln, ihnen einen festen Halt im Glauben zu geben und ihnen ein Vorbild zu sein, steht im Zentrum unseres Bemühens. Dies geschieht im Unterricht anhand von biblischen Geschichten, am Beispiel der Kirchengeschichte und herausragenden Persönlichkeiten, Bildbetrachtungen und Fragen zur Moral etc.

 

Durch gemeinsame Schulgottesdienste lernen die Schüler den Aufbau einer liturgischen Feier kennen und können ihre eigenen Ideen in diese Form der Gemeinsamkeit einbringen.

 

Die Kirche St. Barbara bietet in unmittelbarer Nähe die Möglichkeit, beide Konfessionen des Christentums in ihren Ausprägungen zu vergleichen und dabei die vielen Gemeinsamkeiten zu entdecken, die es hier vor Ort ermöglichen, eine Kirche für katholische und evangelische Gottesdienste gemeinsam zu nutzen. Aber auch andere Religionen prägen das aktuelle Gesellschaftsbild unserer Schule. Um Vorurteile und Grenzen abzubauen und auch dort Gemeinsamkeiten entdecken zu können, besuchen wir regelmäßig die Synagoge in Aachen und die Moschee in Eschweiler und treten in den Dialog mit den Vertretern der entsprechenden Religion.

 

Weiterführen kann man diesen Dialog alle zwei Jahre auf einer Reise zum Kirchentag, auf dem wir Gleichgesinnte treffen und unseren Glauben in Projekten und Mit-Mach-Angeboten zum Ausdruck bringen. Dieses Angebot richtet sich an die Jahrgangsstufen 10-12.

 

Insofern soll Religion für uns ein Fach sein, dass sowohl den Kopf, aber besonders auch das Herz berührt. Es geht uns unmittelbar an, was in der Welt und in unserer Schule geschieht.