Geschichte

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten“
(Helmut Kohl)

 

In der Oberstufe der Waldschule wird Geschichte in ihrer Kausalität im Leistungskurs, im Grundkurs und im Zusatzkurs erfahrbar.

 

Höchstes Anliegen des Geschichtsunterrichts ist es, die SchülerInnen im Sinne des oben genannten Zitats in ihrer Entwicklung zu mündigen Bürgern unseres demokratischen Systems zu unterstützen. In der  Auseinandersetzung mit unterschiedlichen historischen Epochen sollen Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenz ausgebildet und ein Geschichtsbewusstsein etabliert werden.

 

In der Einführungsphase (Klasse 11) erfolgt der historische Zugriff mittels des übergeordneten Kriteriums „Fremdsein“. Dieses wird zunächst im Kontext der römischen Antike und folgend anhand der Einheit „Islam und Europa“ beleuchtet. Ziel ist es, durch das Prinzip der Multiperspektivität sowie der Selbst- und Fremdwahrnehmung ein historisches Verständnis anzubahnen. Abschließend befasst man sich in diesem Jahrgang mit der Französischen Revolution und ihrer kurz-, mittel- und langfristigen Bedeutung.

 

In der Qualifikationsphase (Klasse 12/13) steht insbesondere die deutsche Geschichte im Zentrum der Untersuchung (Grundlage bilden die offiziellen Vorgaben für das Zentralabitur). Anknüpfend an die Einführungsphase startet man mit der Herrschaft Napoleons in Europa. Anhand verschiedener historischer Methoden / Zugriffe werden anschließend die historischen Zusammenhänge der 1848er Revolution, des Deutschen Kaiserreichs, der Weimarer Republik und der Zeit des Nationalsozialismus sowie Deutschlands nach 1945 erarbeitet.

 

Natürlich geht es im Fach Geschichte nicht um das bloße Auswendiglernen historischer Fakten. Vielmehr dient der Unterricht dazu, den wissenschaftlich orientierten Umgang mit Quellen und Sekundärliteratur zu erlernen und fundiert anzuwenden.

 

Neben dem regulären Unterricht hat die Erkundung historischer Orte / außerschulischer Lernorte an der Waldschule Tradition. Es bestehen u.a. Kooperationen mit der Stadt Aachen, dem IPW der RWTH und dem Amerika Haus. Exkursionen zum Zinkhütter Hof, zum Stadtarchiv Aachen, zum Centre Charlemagne, zur ehemaligen Ordensburg Vogelsang, zum Henri-Chapelle American Cemetery and Memorial, zum Haus der Geschichte in Bonn, zum Zeitungsmuseum in Aachen, zum EL-DE Haus in Köln dienen dazu Geschichte außerhalb des Schulgebäudes zu erleben und somit eine weitere Form der Erfahrbarkeit zu ermöglichen. Ebenfalls Tradition hat die Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, der jährlich neu ausgeschrieben wird, und die Einrichtung von Projektkursen.

 

Auch die Teilnahme an aktuellen Veranstaltungen, Jubiläen und die Arbeit mit Experten und Zeitzeugen liegen uns sehr am Herzen. Im letzten Schuljahr konnten wir z.B. den Zeitzeugen Twesi Herrschel aus Israel sowie Professor Christian Kuchler (RWTH) an der Walschule begrüßen. Das Projekt „We the six million“ der RWTH war bei uns zwei Wochen ausgestellt. Eine Delegation unserer SchülerInnen hat engagiert an der Diskussionsrunde mit den Professoren Aleida und Jan Assmann in der Couvenhalle und der Feier „70 Jahre Grundgesetz“ in der Elisenhalle teilgenommen.

 

Wir freuen uns sehr darauf, Dich mit auf die spannende und lehrreiche Reise durch die Geschichte nehmen zu dürfen.