Suchtprävention


 

Das pädagogische Konzept unserer Schule zur

Vorbeugung von zwanghafter Abhängigkeit

 

Die Suchterkrankung allgemein:

•Sucht auch Abhängigkeit oder Missbrauch genannt, gehört zu den medizinisch psychologischen Krankheitsbildern.

•Kann nur mit Hilfe eines Arztes und/oder einer Therapie behandelt werden.

•Die Sucht hat viele verschieden Formen wie z.B. die Drogensucht, die Alkoholsucht, die Magersucht, die Spielsucht oder Kaufsucht.

•Durch die Abhängigkeit verliert der Betroffene auf lange Sicht seine  Freiheit und seinen persönlichen Entscheidungswillen.

•Das Verhalte wir immer unkontrollierbarer, da nur die Befriedigung der Sucht im Vordergrund steht.

•Die Sucht kann gefährliche bis lebensbedrohliche Ausmaße annehmen.


Sucht als Ersatzbefriedigung:

Jedes Suchverhalten ist die Folge einer dauerhaften Befriedigung eines Bedürfnisses durch einen Ersatz, das Suchtmittel, gleichgültig ob es sich um eine stoffgebundene Sucht oder eine stoffungebundene Sucht handelt.

•Eigentlich, kann jeder Übermaß an Konsum in einer Sucht enden.

•Stoffgebundene Süchte : Alkoholsucht,Medikamentensucht u. ä.


Fallbeispiel:

•Kollegen haben auch getrunken, wollte dazugehören

•Um mitzuhalten, hat er auch mehr getrunken, als er vertrug Zu Anfang nur Bier, später auch härtere Sachen wie Wodka

•Der Konsum ist nach der Arbeit drastisch gestiegen

•Zwischendurch am Lager von der Arbeit bedient, um seine Sucht zu befriedigen

•Weniger Lust zu arbeiten, Leistungsnachlass, schlampig gearbeitet

•Trinkverhalten ist nicht aufgefallen, Arbeit wurde gemacht

•Verlor innerhalb von 4 Jahren seine Eltern

 •Im Alter von 25-26 den Drang morgens zu trinken, spürte die ersten Entzugserscheinungen wie Zittern oder Schweißausbrüche

•Ärger mit der Schwester wegen dem hohen Alkoholkonsum

•Ist bereits vor der Arbeit in die Kneipe gegangen

•Betriebswechsel, da sein Trinkverhalten auffiel

 •Schicksalsschlag führte zum Anstieg des Konsums

•Hat 2 Jahre unkontrolliert auf einer Baustelle gearbeitet

•„Ich krieg das in den Griff“

•Viele Lügen um Alkohol konsumieren zu können

•Erster Krankenhausbesuch

•Alkohol hat die Schlagader in der Speiseröhre verätzt

•Lehnte den Besuch einer Psychiatrie ab

•Versuch aufzuhören scheiterte

•Wiederholter Krankenhausaufenthalt auf der Intensivstation

•Danach folgte eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie für 17 Monate

•Verbrachte öfters Urlaub in Thailand, trank dort mehr als in Deutschland

•Konnte nicht aufhören, Alkoholkonsum wurde zur „Gewohnheitssache“

•Erhielt Unterstützung durch Alkoholgespräche, Wiedereingliederungsprogramm, Schwester

•Allerdings ist die Alkoholsucht ein Teufelskreis „Braucht es, egal wie!“

•Ersatzbefriedigung war für ihn das Rauchen, Essen generell und auch Süßigkeiten

•„Alkohol hat ihm alles genommen“

•Vielmehr das „Leben verpfuscht“

•Leidet an Leberzirrhose

•Ein weiteres Mal, wird zum letzten Mal


Rat an Jugendliche:

•Sollen nicht anfangen, da man eine Sucht nie unter Kontrolle hat. Vor allem aber die Finger von Hochprozentigen und Mixgetränken lassen

•Wollte es nicht wahr haben, dass er mehr als andere konsumierte

•Bedürfnis wurde erst dann gestillt, wenn ein bestimmter Pegel erreicht wurde
•Ist jetzt seit ca. 2 Jahren trocken ohne einmal richtig getrunken zu haben
•Letztes Bier war vor ca. 3 Monaten

Dramatische Ereignisse fördern den Rückfall
Ihm wurde vom Gericht ein Betreuer gestellt, der ihn unterstützt
Sieht allerdings keine Hoffnung oder Zukunftsperspektive


Heutige Medienwelt und Ihre Gefahren:

Was ist die Internetsucht?

Übermäßige Benutzung des Internets
Stoffgebundene Abhängigkeit
Die Internetsucht ist vielfältig, da das Internet sich aus verschiedenen Bereichen zusammensetzt
Menschen die sich in der Gesellschaft nicht wohlfühlen sind anfälliger


Symptome und Folgen:

•Störung der eigenen Impulskontrolle
•Starker Realitätsverlust
•Beeinträchtigung im sozialen Umfeld bis zur sozialen Isolation
•Körperliche Stress Symptome
•Psychische Auswirkungen
 ->Schlafstörungen, Magenbeschwerden, Kopfschmerzen

 

Internetsucht in Deutschland:

•25. 9. 2011 Studie im Auftrag des BGMs
•Mehr Internetsüchtige als Glücksspielabhängige
•Rund 560.000 Menschen vom Internet abhängig
•4,6 % der 14-64 Jährigen min. 4 Std. online täglich
•Der Anteil der Internet-Süchtigen liegt bei den Jugendlichen höher als bei den Älteren.
•2,4 %  der 14- bis 24-Jährigen sind internetabhängig sein.
•13 % gelten als "problematisch in ihrer Internetnutzung".
•14-16 jährige : Mädchen 4,9 % und Jungen 3,1 %

•Männer sind in der Regel häufiger betroffen
•Weibliche Nutzer konzentrieren sich mit 77 % auf soziale Netzwerke wie Facebook

Pädagogische Konzept unserer Schule:

•Jahrgang 5 – Alltagssüchte

•Jahrgang 6 – Essen & Genuss
•Jahrgang 7 – Klassengemeinschaft
•Jahrgang 8 – Nikotin & Alkohol

•Konzept wurde von Frau Malecha und den Sozialarbeitern vor ca. 10 Jahren entwickelt
•Anstoß hierfür war ein abhängiger Mann, der etwas verändern wollte
•„Jugendliche sind nicht genug aufgeklärt“
•Claudia Dix und Frau Malecha bilden die Lehrer auf Fortbildungen aus
•In jedem Schuljahr wird ein ganzer Tag der Suchtprävention gewidmet
•Hauptziel: Ist das Bewusstsein über den eigenen roten ( Risikobereich) Punkt und die Entdeckung von alternativen
•Erfahrungen zeigen, das Abschreckung nichts bewirkt.
•Gesprächsgrundlage soll geschaffen werden
•Wichtig ist das stark machen gegen die Suchtgefährdung
•Das heranwachsen zu selbstbewussten eigenständigen und konsumkritischen Persönlichkeiten

 

Was hat das Konzept mit dem Gütesiegel zu tun?

•Die Schule erhielt das Gütesiegel, da sie verschiedene Maßnahmen wie z.B. hier die Suchtprävention entwickelte

•Diese Maßnahmen fördern die Selbstständigkeit und Stärkenentwicklung

 

 

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